Dore O.

Dore O. Film
Video abspielen

Schon 1988 schrieb Dietrich Kuhlbrodt: "Dore O. ist klassisch geworden. Unversehens zeigt sich, dass ihr Werk die verschiedenen Zeitströmungen unversehrt passiert hat: die Zeit des kooperativen Zusammenschlusses, des Frauenfilms, der Strukturalisten und Grammatiker, der Lehrer neuer Sehweisen... Es ist an der Zeit herauszuposaunen, dass Dore O.s Werk einzigartig im deutschen Avantgardefilm ist."(Frankfurter Rundschau, 31.12.1988)

Dore O.

Die zweifache Documenta Teilnehmerin Dore O. Nekes ist eine bekannte Größe im Bereich des deutschen Experimentalfilms. In Insider-Kreisen gilt Dore O., die an der Seite ihres Mannes Werner Nekes in den Sechzigern zu den Gründern der Hamburger Filmemacher-Kooperative gehörte, sogar als einzigartige Figur auf der Bühne des Avantgarde-Films. Diverse seiner Arbeiten hatte Werner Nekes ihr gewidmet. Dore O. hat ein mehrfach ausgezeichnetes Werk geschaffen. So erhielt sie u.a. in Zusammenarbeit mit ihrem Mann den Deutschen Filmpreis, Filmband in Silber für Jüm-Jüm und den Preis der deutschen Filmkritik für «Beuys»(1981). Für ihren Film Kaskara bekam sie sowohl den Großen Preis bei der XPRMTL 5 in Knokke als auch den Preis der Deutschen Filmkritik. Blindmans’ Ball wurde als bester Experimen-talfilm auf den Internationalen Kurzfilmtagen in Oberhausen ausgezeichnet

Dore O. repräsentiert in reiner Form eine Künstlergeneration, die sich nicht nur aufgelehnt, sondern auch Alternativen geboten hat.

Zaun, 2015

Zeichnung auf Papier, 50×30 cm

 

 

Projektion. 2016

Farbstiftzeichnung auf Papier
30 x 30 cm

Leuchtgeschöpf 2016
Plexiplatten, Schlauch, Filmmaterial

Hanging Hope, 2011
Pergamentpapier, 35 mm Film

Leporello 2016

Schattenjongleur, 2008/2012
Metall, Plexifotos

Installation “Xoanon”, 2014, Projektion “Xoanon” 1994, 16 mm

“Interieur”, 2016
jeder Mensch hat das Recht auf Wohnraum
Foto, Plexi, Pergament

“Zäune”, 2016
jeder Mensch hat das Recht Weltbürger zu sein
Plexi, Schlauch

Lebenslauf

1946  Geboren in Mülheim an der Ruhr

Designstudium an der Fachhochschule Krefeld

Studium der Malerei in Hamburg und Perugia

seit 1967 Filmarbeit

Mitbegründerin der Hamburger Filmemacherkooperative 

Filme auf nationalen und internationalen Festivals 1995  Gründung von AnDer e.V.

Retrospektiven in zahlreichen Museen und Kinematheken

Ausgewählte Ausstellungen

1984  Filmmuseum Frankfurt

1987  Goethe Institut, Rotterdam

1988  Städtisches Museum, Mülheim an der Ruhr

1990  Kunsthaus Essen

1991  Goethe Institut, Paris

1992  Goethe Institut, London

1993  Goethe Institut, Madrid

Museum für Bild und Ton, Sao Paulo

1996  Städtisches Museum, Mülheim an der Ruhr

2000  Goethe Institut, Medien Centrum Zagreb

2001  The Getty, Los Angeles

Arsenal, Berlin, Freunde der deutschen Kinemathek e.V.

2002  Schloß Broich, Mülheim an der Ruhr, Ander e.V.

2004  Ledermuseum, Mülheim an der Ruhr, Ander e.V.

2005  Kunstköln,

International Fair for Editions

Art Brut and Photography, Museum Küppersmühle, Duisburg, Ander e.V.

Kulturort Bismarckturm, Mülheim an der Ruhr, Ander e.V.

Museum Moderner Kunst, Wien

2006  „Tandem“, Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr,

2008  „Blickmaschienen“, Museum für Gegenwartskunst Siegen

Center for culture, Budapest Centro Analuz de Arte, Sevilla

2009  Musei de Arte Moderna.Dialoga-Bogota, Kolumbien

2010  Imagen Frakmentada, LA Galeria Bogota, Kolumbien

2011  „Rub your eyes“, Galerie BwA, Breslau

“AnDerSalon”, sieben Ausstellungen in Mülheim a.d. Ruhr

2012  „Lichtungen“ Maschinenhaus Zeche Carl, Essen

2013  „Einzelbild“ Bellevue, Wiesbaden

2014  Ruhrkunstszene Fünfzig Positionen, zehn Museen, eine Ausstellung, Museum Mülheim an der Ruhr

2015  Filme „Dore O.“ Kommunales Kino Metropolis, Kinelab, Hamburg

2016  Retrospektive Dore O. Cinema „Spectacle“, Brooklyn, New York

2017   „Leuchtgeschöpfe“ Kunstwerden e.V., Essen

„Projektion“ Galerie Ricarda Fox, Mülheim an der Ruhr

2018   Cinema experimental allemand, Goethe Institut, Paris

2019   Filmfestspiele, Berlinale shorts, Berlin

Filmhuset, Svenska Filminstitut, Stockholm

“nur fotografie” Galerie Frank Schlag, Essen

2020   “Kabinettstücke” Kunstbau, Recklinghausen

Filme

1967  Jüm-Jüm

1968  Alaska

1969  Lawale

1971  Kaldalon

1972  Blonde Barbarei

1974  Kaskara

1976  Frozen Flashes

1981  Beuys

1982  Stern des Méliès

1984  Enzyklop

1988  Blindman´s Ball

1991  Candida

1992  Mitchell Feigenbaum

1994  Xoanon

1998  Endo-Heat

1998  Thermoment

2000  eye-step

Auszeichnungen

Deutscher Filmpreis, Filmband in Silber für Jüm-Jüm, mit Werner Nekes

XPRMTL 5 in Knokke: Großer Preis für Kaskara

Preis der deutschen Filmkritik für Kaskara

Preis für Kunst und Wissenschaft der Stadt Mülheim an der Ruhr

Preis der deutschen Filmkritik für Beuys

Bester Experimentalfilm Internationale Kurzfilmtage, Oberhausen für  „Blindmans´Ball“

Hermann Lieckfeld-Preis des Mülheimer Kunst Vereins 2012

Sie möchten mehr über Dore O. erfahren?

oder

rufen Sie uns an: 0208/ 37 74 8904